Konzert(zahlen)reihe



1.2.-2.3.-3.4.-4.5.-5.6.-6.7.-7.8.-8.9-9.10.-10.11.-11.12.

2017 läuft die Konzert(zahlen)reihe unter dem Motto „ur aufführen“ und wieder mit einem Fokus auf die zeitgenössische Musik. Höchst attraktiv ist das Begleit-Programm mit Workshops und Künstler_innen-Gesprächen...


iris electrum

Lorelysaal (Achtung: neuer Ort)
Penzinger Straße 72,1140 Wien
Beginn 19:30


iris electrum
In aller Stille hat der Wiener Komponist Johannes Wakolbinger einen Griff nach den Sternen gewagt. Mit seinem 12-köpfigen Ensemble, dem Produzenten Sixtus Preiss und Sängerin Mira Lu Kovacs entstand in einer zweijährigen Studiophase ein Album, das die Essenz dessen darstellt, was in dieser intensiven Zeit des Suchens im Kollektiv als das Spannendste, Tröstendste, Berührendste und Bedeutsamste in der Musik definiert wurde. Die so entstandenen Stücke sind abenteuerlich und ermutigend, trotzen jeglicher stilistischer Einordnung, bewegen sich leichtfüßig durch die Genres und feiern die Vielfalt und die Neugier - der komplexen Wirklichkeit des Lebens nachempfunden - mit all den unzähligen Facetten zwischen imposanter Größe und beschaulicher Schlichtheit.

Ein im Workshop „Geschichten erzählen“ (s.u.)gemeinsam komponiertes Stück gelangt im Konzert zur Ur-Aufführung.

Besetzung:
Johannes Wakolbinger – Schlagzeug
Mira Lu Kovacs – Gesang
Michael Wedenig – Gitarre
Bernhard Geigl – Rhodes
Beate Wiesinger – E & Kontrabass
Lukas Lauermann – Violoncello
Florian Sighartner – Violine
Irene Kepl – Viola
Alexander Kranabetter – Trompete, Synthesizer

Links:
http://iriselectrum.eu/
https://www.facebook.com/iriselectrum/




Workshop „Geschichten komponieren“
Ort: ZMV-Probenraum, Penzinger Str.59
Zeit: 11 - 13 Uhr


Wie in iris electrums Repertoirestück the stars (a month goes by) wird in diesem
Workshop eine Textstelle aus Antoine Saint-Exuperys „Der kleine Prinz“ vertont.
In einem gemeinsamen Prozess übertragen die Teilnehmer_innen mit der Band die geschriebene Sprache Schritt für Schritt in Klangsprache. Die Erzählung ruft Stimmungen und Gefühle hervor, die gemeinsam diskutiert, analysiert und dann durch Ausprobieren am Instrument und Komponieren in Klang, Töne und Geräusche übersetzt werden.
Ziel ist es, die Universalität der Fantasie und Vorstellungskraft deutlich zu machen und den
Mut zu fördern, sich durch Experimentieren eigene Wege und neue kreative
Ausdrucksmöglichkeiten zu schaffen. Am Ende des Workshops wird die entstandene
Komposition gemeinsam aufgeführt, sowie im abendlichen Konzert von iris electrum
interpretiert.
Geeignet für kompositions- und musikinteressierte Leute jeden Alters, mit und ohne
Vorbildung. Eigene Instrumente können mitgebracht werden.


Ensemble Platypus

Theresia Schmidinger, Klarinetten
Sophia Goidinger-Koch, Violine
Frederik Neyrinck, Klavier

5.6.2017
19:30 Uhr

Workshop „Die Profi-Probe“
4.6. 14:00-17:00 Workshop
5.6. 10:00-13:00 Generalprobe
19:30 Konzert

Das Ensemble Platypus ist eine junge und engagierte Formation im Bereich Neue Musik. Es ist fokussiert auf junge, noch wenig bekannte Komponist_innen und deren Arbeit. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen sind das Ergebnis dieser Schwerpunktsetzung. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auch durch ihre Repräsentation in Entscheidungsprozessen, Konzertprogrammen und anderen künstlerischen Vorhaben sind weitere Leitmotive der Musiker_innen.


Workshop: „Die Profi-Probe“
Louis Andriessen (°1939) galt in seiner Jugend als "enfant terrible" der holländischen Neuen Musik-Szene. Er fand die ältere Generation zu konservativ, weigerte sich für traditionelle Besetzungen zu komponieren und entwickelte rasch einen eigenen Stil. Er schrieb lieber für undefinierte Gruppen, in denen dann auch "neue" Instrumente wie E-Gitarren Platz hatten. Ein Beispiel dafür ist das Stück "Workers Union" mit dem Untertitel "for any loud sounding group of instruments". Bei diesem Stück ist nur der Rhythmus genau notiert, Tonhöhen können frei gewählt werden. Somit kann jedes Ensemble seine ganz eigene energetische Fassung entwickeln.
Entdeckt mit uns, wie man an so einem Stück arbeitet! Wie man auch ohne "genaue" Partitur einen gemeinsamen Klang entwickeln kann! Das Stück kommt beim Konzert mit euch zur Aufführung. (Weitere Auftrittsmöglichkeiten am 10.6. im Echoraum und beim ZMV14-Sommerfest am 25.6.)

So kann das klingen:








Anmeldung und Infos zum Stück, Workshop und Konzert: office@musikvermittelt.at

Termine:
4.6. 14:00-17:00 Workshop
5.6. 10:00-13:00 Generalprobe
5.6. 19:30 Konzert

Weitere Auftrittsmöglichkeiten:
Sa, 10. Juni
18.30 Probe im Echoraum, Sechshauser Straße 66, 1150 Wien
20.00 Konzert im Echoraum

So, 25. Juni
Konzert am ZMV14 - Sommerfest im Casino Baumgarten




Alliance-Quartett

Alliance Quartett
Robert Olisa Nzekwu, Violine
Katharina Henriquez, Violine
Joachim Kelber, Viola
Johanna Kotschy-Appel, Cello

Datum: Do,4.5.2017
Zeit: 19:30 Uhr
Ort:ZMV 14, Cumberlandstraße 48, 1140 Wien


Workshop „Musik nach Zahlen - Wie tönen Naturtöne?“
So., 30.4. 15:00-17:00 Uhr
Ort: ZMV14


Infos:
office@musikvermittelt.at
musikvermittelt.at


Konzert
Das Alliance Quartett Wien wurde 2008 von vier jungen Musiker_innen unterschiedlicher Nationalitäten gegründet und spielt seit 2016 in seiner heutigen Besetzung. Neben der Leidenschaft, die Kammermusikliteratur durch mit Liebe und Sorgfalt erarbeiteten Interpretationen neu zu beleben, widmet sich das Quartett auch mit großem Interesse den zeitgenössischen Kompositionen.

Alle im Konzert gespielten Werk sprengen die Regeln ihrer Zeit zugunsten einer stärkeren Aussagekraft - um die Gefühlswelt, den Witz, die Leidenschaft auszuleben und die Zuhörenden mitzureißen… Die Einleitungstakte von Mozarts „Dissonanzenquartett“ verwendet Johannes Kotschy als Ausgangspunkt für seine „Kondissonanzen“. Stieß Mozart an die Regeln der Satzlehre, so tut dies Kotschy mit unseren Hörgewohnheiten. Durch die Verwendung von Naturtönen, die in unserem herkömmlichen Tonsystem nicht enthalten sind, entstehen viele Möglichkeiten noch nie gehörte Klänge wahrzunehmen. Womit sich auch der Workshop beschäftigt…

Workshop: „Musik nach Zahlen - Wie tönen Naturtöne?“
– mit der Cellistin Johanna Kotschy und dem Komponisten Johannes Kotschy (Harmonik-Zentrum Deutschland http://harmonik-zentrum-deutschland.de)
So, 30.4. 15-17 Uhr

In der Antike waren Musik und Mathematik noch zu eine zusammengehörende Wissenschaft. Auf dem Polychord, einem Saiteninstrument auf dem schon Pythagoras seine Lehren und Berechnungen über Musik veranschaulichte, probieren wir aus, welche Töne dabei entstehen können. Wir folgen den alten Berechnungen mit unserem Kopf und überprüfen sie mit unseren Ohren. 
Und auf unseren eigenen (Saiten-)instrumenten lässt sich das alles nachvollziehen.

Geeignet für alle ab ca 8 Jahre

Infos und Anmeldung:
office@musikvermittelt.at



Kosten:

Workshop (inkl. Konzert):
35,- regulär
25,- für ZMV-Mitglieder

Konzert:
18,- regulär
12,- ZMV-Mitglieder
10,- Schüler_innen

Kulturpass frei



Sain Mus

Datum: Mo,3.4.2017
Zeit: 19:30 Uhr
Ort:Cumberlandstraße 48


Philipp Erasmus - Gitarre, Electronics
Clemens Sainitzer - Cello, Percussion


Workshop „den eigenen Senf dazu…“
2.4. 15:00-17:00 Uhr


Die zwei Wiener Musiker spielen seit 2006 im Duo „Sain Mus“ zusammen - mit
Violoncello und Gitarre malen sie individuelle Klangflächen und Soundbilder, welche vor
allem durch den eigenwilligen Gebrauch ihrer Instrumente geprägt sind.

Abseits von ausgetretenen Genre-Pfaden spaziert das Duo am schmalen Grad zwischen
Wohlklang und Dissonanz, zwischen Struktur und deren Auflösung, um am Ende doch
wieder da anzukommen, wo die Reise begann: im Moment, im Wirbelwind des Seins…


Ziel des Workshops ist es, die Freude an der musikalischen Improvisation zu erwecken bzw. wieder zu entdecken. Oft trauen sich Menschen nicht ihre eigene Kreativität anzuerkennen oder zu sehen - das beginnt beim Zusammenbauen eines Ikea-Regals, beim Zubereiten einer Speise oder beim Tanzen in einer Diskothek: manchmal stehen wir uns selbst im Weg, nehmen die Dinge nicht wahr wie sie sind, sondern versteifen uns darauf, wie wir uns wünschen, dass sie sein sollen. Dabei ist Improvisation so heilsam und eigentlich recht einfach - jede/r kann es! Vielleicht nicht sofort in der Sprache des Jazz oder der „Neuen Musik“, aber mit Sicherheit in seiner eigenen Form und Ausprägung…
Vielleicht entsteht dort auch ein gemeinsames Stück, das im Konzert ur aufgeführt wird.

Infos und Anmeldung:
office@musikvermittelt.at

Kosten: 35,-/25,-
Geeignet für alle ab ca 10 Jahre



Pneuma

Datum: Do,2.3.2017
Zeit: 19:30 Uhr
Ort:Cumberlandstraße 48

Pneuma = zeitgenössisch komponierte und improvisierte Musik / rhythmische Akrobatik und akribische Klangforschung / wohlwollend perfektionistisch - latent provokant nonkonform

Pneuma hat sich ganz der zeitgenössischen komponierten, als auch improvisierten Musik verschrieben. Das ist soweit nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist aber die Besetzung: Blockflöte und Saxophon, E-Gitarre samt Effektgeräte-Armada und ein Flügel.
Ungewöhnlich, und dabei viel entscheidender als die Instrumentation, ist die Herangehensweise der Musiker: Großteils von der Improvisationsmusik kommend, sorgen sie für die Gleichverteilung von individueller Umsetzung und kompositorischer Vorgabe.
Die Stücke, großteils von den Ensemblemitgliedern für das Ensemble und somit den Musiker_innen auf den Leib komponiert, sind zwischen rhythmischer Akrobatik und akribischer Klangforschung angesiedelt, zwischen wohlwollendem Perfektionismus und latent provokantem Nonkonformismus.

Christine Gnigler – Blockflöten

Jakob Gnigler – Saxophon, Komposition
Robert Pockfuß – E-Gitarre, Komposition
Bernhard Höchtel – Flügel

Workshop: „Ich pfeif auf den Ton“

26.2. 15:30-17:00 Uhr


Komponieren ist erforschen.
Was, außer den normalen Tönen, kann man noch als Musik verwenden? Sind Geräusche Musik? Wie klingt es, wenn man in die Flöte singt? Wenn man Papier oder Stifte ins Klavier legt...?
Aus Geräusch- oder Klangsammlungen entstehen kurze Stücke, oder mitgebrachte Stücke werden damit bearbeitet.
Ziel des Workshops ist es, eine Idee von Neuer Musik zu vermitteln, neugierig machen. Entdecken, was alles Musik sein kann. Anregung sein, selber am Instrument zu experimentieren und Klänge zuzulassen. Die Scheu nehmen, selber zu bestimmen, ob das produzierte Musik ist oder nicht.
Am Abend werden diese Stücke von den Workshopteilnehmer_innen uraufgeführt.
Geeignet für alle Alterstufen – keine Vorkenntnisse nötig.

Nächstes Workshop ist im Rahmen des Familienkonzertes am 11.3.!
Siehe: Peter Parker-SPIDERMAN






KLARINETTENTRIOS – REISE DURCH DIE ZEIT

Programm:
W. A. Mozart: Kegelstatt-Trio KV 498 in Es-Dur (1786)
M. Bruch: Acht Stücke für Klarinette, Viola und Klavier op. 83 (1908)
J. Francaix: Trio for clarinet, viola and piano (1990)
R. Freisitzer: 3rd Study on Planes – music for clarinet, viola and piano (2002)

Werkstattgespräch - Beginn: 18:30
mit den Musikerinnen und dem Komponisten Roland Freisitzer

Eine ungewöhnliche Trio-Besetzung und der Ur-Aufführer par excellence W.A. Mozart mit dem „Kegelstatt-Trio“ als Projektionsfläche für die jüngeren Werke des Abends… Die Entstehungs-Zeiträume zwischen den einzelnen Werken sind groß, dennoch stehen sie über Mozart in einer engen Kommunikation. Die späteren Werke antworten auf Mozarts Trio… Wie die Musikerinnen diese Kommunikation empfinden, ihre Fragen und Zugänge beim Einstudieren, die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Roland Freisitzer und die Suche nach Antworten stellen sie im Werkstattgespräch vor und ermöglichen Einblicke in die Probenarbeit und Konzertvorbereitung.

Klarinette: Mirjam Schiestl
Viola: Julia Purgina
Klavier: Maija Karklina

Zwischen Werkstattgespräch und Konzert gibts kleine Häppchen, für Euer Abendessen ist also gesorgt.


















































































































































































































































































































































































































































































































































































































© Christoph Aichinger