Aichinger, Lukas
Schlagzeug mit Schwerpunkt Jazz, Pop

Lukas Aichinger begann seinen musikalischen Werdegang an der Landesmusikschule Bad Ischl, wo er nach der musikalischen Früherziehung Schlagzeugunterricht und drei Jahre Klavierunterricht erhielt. Als Teenager besuchte er parallel dazu das drummer´s Focus in Salzburg. Neben der Musikschule sammelte er erste Erfahrungen in der Franz Kirchner Bigband, einer Amateur-Bigband, die neben klassischem Bigband-Repertoire auch immer wieder Gastprogramme (z.B.: Karoline Strassmayer, Jon Sass, Mathias Schriefl) spielte.
Sein erstes Bandprojekt querquadrat mit Judith Ferstl am Kontrabass und Karin Waldburger am Tenorsaxophon entstand nach wiederholten Besuchen des Jazzseminars Schönbach. 2014 bestand Lukas die Aufnahmeprüfung für „Jazzschlagzeug IGP“ an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, und studierte drei Jahre bei Herbert Pirker und ein Jahr bei Jeff Boudreaux. In dieser Zeit gründete er mit dem Altsaxophonisten Alexander Löwenstein und dem Gitarristen
Markus W. Schneider das Trio free idiots. Zur selben Zeit formierte sich die Progressive-Rock-Band INTRA mit den Linzer Studienkolleg_innen Bianca Ortner (Stimme, E-Bass) und Johannes Pröstler (E-Gitarre, Backing Vocals).
Ein Highlight der Studienzeit in Linz stellt die Aufnahme in das Projekt CHAUD, ein großes Ensemble mit Studierenden der Universitäten Linz, Weimar und Luzern dar. Gemeinsam wurde durch Österreich, Deutschland und die Schweiz getourt. Das Ensemble wurde vom renommierten Komponisten und Pianisten Christoph Cech geleitet, bei dem Lukas auch seinen Schwerpunkt in Theorie und Komposition an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz absolvierte.
Während des Bachelorstudiums gründete sich das bis heute aktive Trio znap mit Leonhard Skorupa (Tenorsaxophon, Klarinette) und Gregor Aufmesser (Kontrabass).
Von der Entstehung im Jahr 2017 bis 2019 war er Mitglied der Band Kurdophone. Nach sieben Jahren ist er seit 2026 wieder Teil des Ensembles.
Zum Abschluss des Bachelorstudiums 2018 rief Lukas sein eigenes Sextett AHL6 ins Leben. Gespielt werden ausschließlich seine eigenen Kompositionen. Inzwischen sind drei Alben erschienen. Nach dem Abschlusskonzert an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, spielte AHL6 zahlreiche Konzerte in Österreich und gastierte u.a. am Jazzfestival Saalfelden, Outreach Festival Schwaz i. T. und am Jazz&Wine of Peace Festival Cormons.
Seit 2018 ist Lukas außerdem Teil des Septetts Aufmessers Schneide, das der Bassist Gregor Aufmesser leitet.
2019 gewann er das Ö1 Talentestipendium und das Startstipendium des Bundeskanzleramts. Ersteres brachte ihn zum Masterstudium „Improvisation IGP“ an das Jam Music Lab Wien, wo er zwei Jahre bei Paul Urbanek studierte. Letzteres nutze er 2020 für einen Weiterbildungsaufenthalt in Berlin, wo er Unterricht bei den Schlagzeugern Christian Lillinger, Oliver Steidle, Moritz Baumgärtner und Jim Black nahm.
Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit Leonhard Skorupa, Tobias Vedovelli und Michael Tiefenbacher das Label Waschsalon Records, um eigene Produktionen zu veröffentlichen. 2021 entstand das Improtrio Enfleurage mit David Gratzer an Gitarre und Effekten und Anna Anderluh an der Stimme, Autoharp und diversen Effekten.
2023 folge die Aufnahme in Ludwig Bekics Wednesday Night Prayer Orchestra. Die Bigband spielte zwischen 2023 und 2026 rund sechzig Konzerte in Wien. Von den Klassikern der Bigband-Geschichte von Komponist_innen wie Charles Mingus, Duke Ellington und Carla Bley hat sich die Band zu eigenen Kompositionen weitergearbeitet. Lukas hat inzwischen einen wesentlichen Teil der Musik des Wednesday Night Prayer Orchestras komponiert. Ab Herbst 2026 wird das Ensemble zur Stageband im Wiener
Jazzclub Porgy&Bess und monatlich ein Konzert spielen.
Abgesehen von all diesen langfristigen Projekten, die in zahlreichen Album-Produktionen dokumentiert und nachhörbar sind, gab es auch immer wieder kürzere Zusammenarbeiten mit Künstler_innen der nationalen und internationalen Szene wie zum Beispiel: Felix Kramer, die Jazzwerkstatt Wien, Clemens Salesny, Silke Eberhard, Lorenz Raab, Martin Bayer, Alois Eberl, Lisa Hofmaninger, Andrea Goretti, Wolfgang Puschnig,
Paul Schuberth, Michael Ättias, Florent Dupuis, Thomas Berghammer und Yoram Rosilio.
Lukas Aichinger:
„In meinem Unterricht geht es mir darum, ein fundiertes instrumentaltechnisches
Basiswissen zu vermitteln, damit die Schüler:innen später selber in verschiedene Richtungen
weiterarbeiten können. Dieses Wissen umfasst Bereiche wie Timing, Technik, Ergonomie,
Koordination, Kenntnis genretypischer Grooves und Fills, Improvisation und Notenlesen.
Darüber hinaus ist mir eine kreative Verwendung des Drumsets und das Erlernen von
Songs sehr wichtig – hier gehe ich gerne auf die Wünsche meiner Schüler:innen ein.“

